Der leidvolle und mühsame Weg zu Frieden in Europa

Vor etwa 200 Jahren begannen mit dem Aufruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. zur Bildung freiwilliger Jägerabteilungen die sogenannten Befreiungskriege. Die napoleonische Zeit näherte sich dem Ende.
Von März 1813 bis weit nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 hatte Sachsen besonders unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden. Die allgemeine Geschichte dieser Zeit ist vielen bekannt, sie wird im Geschichtsunterricht in den Schulen gelehrt; vieles ist in der Literatur und in den neueren Forschungen zum 200. Jubiläum der Völkerschlacht zu lesen.
Auf Grund unserer gut geordneten Kirchenarchive ist es aber möglich, ganz konkrete Einzelheiten in Erinnerung zu rufen, die zeigen, welche Not und welches Leid der Krieg 1813 hinterlassen hat.
Die beiden Pfarrer Stöckhardt in Röhrsdorf und Fritzsch in Naustadt haben die Ereignisse vor Ort genau festgehalten. In den Aufzeichnungen über die Einquartierungen kann man sehen, welche Soldaten oder Offiziere mit wie vielen Pferden und Mannschaften versorgt werden mussten.

Der Pfarrer der St.-Bartholomäus-Kirchgemeinde Röhrsdorf, Christoph Rechenberg, hat diese Zeitzeugnisse recherchiert und unter dem Titel 'Zeitfenster' veröffentlicht. Als Quellen dienen die Pfarrarchive „Die neue sächsische Kirchengalerie“ bzw. die Chroniken von Gerhard Wagner.